Dienstag, 19. Oktober 2010

Die Aluschlamm-Katastrophe

Vergangenen Donnerstag und Freitag war ich mit einem Kamerateam in Devecser und Kolontar, den beiden von der Aluschlamm-Katastrophe am meisten betroffenen Gemeinden.

Montag lief der dabei entstandene Bericht im ORF-Magazin "Thema" und ist hier in der TV-Thek abrufbar.

Dazu noch einige Fotos, die ich in Ungarn gemacht habe:



Was wie die pure Idylle wirkt, sind Deponien, in denen seit den 70er Jahren Millionen Tonnen Rotschlamm vergraben und mit Lehm bedeckt wurden. Im Hintergrund die "Alustadt" Ajka.


Eines der heftigsten Gifte im Aluschlamm ist Natronlauge, die dazu benötigt wird, das Rohaluminium vom Rotschlamm chemisch zu trennen. Zuerst wird die Erde abgetragen, dann zur Neutralisierung der stark ätzende Natronlauge Gips auf den Boden ausgebracht.


Kinder sind aus dem Stadtbild vollkommen verschwunden, die Schulen geschlossen, die Spielplätze verwaist. Und der Rotschlamm eignet sich hervorragend zur Einfärbung von Bäumen.


Christian und Johanna, mein vermummtes Kamerateam.


Die Putzschicht ist zu Ende - für diesen Tag.


Katzenliebe in Zeiten der Aluschlamm-Katastrophe.

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