Sonntag, 17. September 2017

Die Trickkiste der Agrochemie


Bis zum Jahresende müssen die EU-Gremien entscheiden, ob es eine Neuzulassung des weltweit meist verwendeten Herbizids Glyphosat geben wird. Wichtigstes Kriterium für die Einschätzung ist die Frage, ob das Unkrautgift beim Menschen Krebs auslöst, oder nicht. Die Behörden stehen auf Seite der Agroindustrie - mit einer Ausnahme…

 
Auf etwa einem Drittel der landwirtschaftlich genutzten Flächen wird regelmäßig Glyphosat eingesetzt: Und deshalb findet es sich auch überall: im Obst, im Getreide, im Wein und im Bier (Foto: Mnolf)

Entdeckt wurde Glyphosat 1950 vom Schweizer Chemiker Henri Martin und fand zunächst Anwendung bei der Reinigung von Rohren. Der US-Konzern Monsanto, der mit dem Verkauf von DDT und Agent Orange groß geworden war, testete die Eignung der Chemikalie als Wasserenthärter. Mitarbeiter stießen 1969 schließlich auf dessen Hauptwirkung, die sogleich patentiert wurde: Glyphosat hemmt die Bildung lebensnotwendiger Aminosäuren im pflanzlichen Stoffwechsel und wirkt damit als Totalherbizid: es tötet Pflanzen jeglicher Art binnen kurzem ab. Unkräuter am Acker ebenso wie im Schrebergarten oder entlang der Bahngleise.
Seit das Patent von Monsanto im Jahr 2000 abgelaufen ist, setzen mehr als 90 Chemiefirmen weltweit Glyphosat in ihren Produkten ein. Laut Bundesamt für Ernährungssicherheit wurden im Jahr 2016 rund 312 Tonnen Glyphosat-haltige Herbizide in Österreich verkauft, weltweit sind es 720.000 Tonnen. Nach einer in Deutschland durchgeführten Befragung von 900 Landwirten ergab sich, dass 39 Prozent der Ackerfläche zumindest einmal jährlich mit Glyphosat gespritzt wird. In Österreich dürfte es ähnlich sein.


Eine Behörde gegen alle 

Der Verdacht, dass Glyphosat auch bei Mensch und Tier die Gesundheit schädigt und Krebs auslöst, wurde von allen internationalen Gesundheitsbehörden – auch der österreichischen AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) –  unisono mit „Nein“ beantwortet. Dann jedoch – im März 2015 – veröffentlichte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO eine gegenteilige Expertise: Die grundsätzliche Stoffeigenschaft der Kanzerogenität wurde bestätigt, ebenso eine starke Beweislage für Gentoxizität, die Fähigkeit das DNA-Erbgut zu schädigen. Und seither ist der Teufel los.
Lobbyisten fordern nun vehement, der IARC – oder gleich der ganzen WHO -  die Förderungsgelder zu streichen. Die Gesundheitsbehörden – allen voran das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – versuchen sich in einer Umdeutung der IARC Einschätzung. Diese hätte nur ein generelles theoretisches Gefahrensignal bewertet, teilte BfR Präsident Andreas Hensel der Presse mit: „Bei unserer Einschätzung ging es hingegen um die konkreten Risiken, die für Verbraucher bestehen.“ – Eine Einschätzung der der angesehene IARC-Experte Christoph Portier umgehend widersprach: „Es ist schwierig für mich die Risikobewertung, die Sie für Krebs vorgenommen haben, zu beurteilen. Denn Sie haben keine Risikobewertung für Krebs gemacht!“

"Roundup", der Glyphosat-Bestseller von Monsanto

Für NGOs wie Greenpeace oder Global 2000, die seit Jahren die Praktiken des Saatgut- und Chemieriesen Monsanto anprangern, brachte die IARC Einschätzung Hoffnung in eine lange als ausweglos angesehene Debatte. Mit Urintests wurde gezeigt, dass bei fast allen Menschen Glyphosat nachweisbar war. „Das Gift ist tatsächlich in allen Produkten der konventionellen Landwirtschaft“, erklärte der für Global 2000 tätige Biochemiker Helmut Burtscher-Schaden. „Egal ob im Brot, im Gemüse oder im Bier.“ Die Medienresonanz war enorm.
Im Juni 2017 übergab die Bürgerinitiative „Stop Glyphosat“ der EU-Kommission eine Million Unterschriften, die binnen weniger Monate gesammelt worden waren. Nun muss sich, nach EU-Recht das EU-Parlament mit dem Anliegen befassen. Die politische Brisanz der Auseinandersetzung wird mittlerweile so hoch eingeschätzt, dass die Entscheidung jedenfalls mal hinter den Termin der deutschen Bundestagswahlen am 24. September gelegt wurde.


Manipulierte Studien

Wer hat nun Recht? – Tatsache ist, und das belegt Buchautor Helmut Burtscher-Schaden (siehe Interview unten) mit einer Unzahl an Beispielen, dass Monsanto schon seit der Patentierung seiner Milliarden-Cashcow in den 1970er Jahren, ein sehr enges Verhältnis zu den US-Behörden pflegte. Dies schloss Gefälligkeits-Gutachten ein. Als offensichtlich manipulierte Tierexperimente wiederholt werden mussten, wurden ausführliche Fütterungs-Studien mit Ratten und Mäusen in Auftrag gegeben. Sobald diese – und alle anderen toxikologischen Studien – den Behörden gezeigt wurden, stellte Monsanto jeweils sofort das Ansuchen, dass diese Studien geheim sein sollten und fortan nicht mehr der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Außer den Behörden, den beteiligten Wissenschaftlern und dem Auftraggeber wusste demnach niemand, was genau die Daten ergeben hatten.
Zu diesen geheimen Studien hatte sich nun allerdings die IARC Zugang verschafft. Und nach und nach kamen immer mehr Keller-Leichen ans Tageslicht. Denn offenbar hatten jene Wissenschaftler, die bisher die Studien gesichtet hatten, eine ganze Reihe von Krebsfällen aus den Tierversuchen nicht entdeckt oder nicht als solche sehen wollen. Generell fällt auf, dass unabhängig finanzierte und vollständig publizierte Studien in der überwiegenden Mehrzahl zu einem für das Herbizid negativen Urteil kommen, dass jedoch die Hersteller-finanzierten unter Verschluss gehaltenen Studien Glyphosat ausnahmslos freisprechen.
Siegfried Knasmüller, Experte für Gentoxizität am Krebsforschungsinstitut der Medizinischen Universität Wien, hat selbst Untersuchungen mit Glyphosat durchgeführt, bei dem er ganz eindeutig Chromosomenschäden feststellte.
Er hält die Methoden der IARC jedenfalls für seriöser als die Beschwichtigung der Behörden: „Das stinkt zum Himmel. Hier gibt es ein ganz starkes politisches Interesse, das als harmlos zu bewerten.“ Welche Gefahr seiner Meinung nach von Glyphosat ausgeht: „Ich halte es für schwach karzinogen. Für jene, die damit engen Umgang haben und es inhalieren, ist Glyphosat sicherlich gefährlicher als für Konsumenten, die leicht belastetes Bier trinken oder Gemüse essen.“ Wer auf der sicheren Seite sein möchte, so Knasmüller, sollte jedenfalls Bio-Lebensmittel bevorzugen.


Alternativen im Giftschrank

Würde die Zulassung für Glyphosat nicht verlängert, so wäre dies zwar lästig für Hersteller und Anwender, doch an Alternativen mangelt es nicht. Und viele dieser Wirkstoffe sind von ihren toxischen Eigenschaften mindestens ebenso problematisch.

Die konventionelle Landwirtschaft hängt massiv am Tropf der Agrochemie (Foto: © PHILIPPE HUGUEN/AFP/GettyImages)

In der Tat, die chemische Trickkiste der industriellen Landwirtschaft ist tief und enthält zahlreiche Hilfsmittel zur Arbeitserleichterung. Im Gemüse- und Obstbau ist es beispielsweise von Vorteil, wenn die Früchte möglichst zeitgleich reifen. Wer selbst einen Garten hat, weiß, dass dies eher die Ausnahme darstellt. Von sieben Tomaten auf einer Rispe sind zwei rot – zwei hellrot und die übrigen noch grün. Dasselbe gilt für Weintrauben oder Paprika.  Und während für den Hausgebrauch eben öfter gepflückt wird, greift der konventionelle Großproduzent zu Reifebeschleunigern wie etwa dem Wirkstoff Ethephon. Dieser dringt in die Pflanze ein und zerfällt dort unter Freisetzung von Wachstumshormonen. Abwaschen nützt in dem Fall wenig. Ein Gefährdungspotenzial besteht laut Behörden vor allem für Kinder.
In den letzten Jahren wurden immer wieder Grenzwert-Überschreitungen gemeldet, vor allem bei spanischen Paprika und winterlichen Weintrauben aus Südafrika. In Österreich ist Ethephon unter anderem zur Halmfestigung bei Getreide, zur Blütenbildung im Apfelbau oder zur „Ernteerleichterung“ bei Kirschen zugelassen.

Auch Glyphosat wird EU-weit zur Reifungsbeschleunigung eingesetzt, eine Methode, die in Österreich seit 2013 jedoch verboten ist. Dafür ist es bei uns nach wie vor Usus, dass das Pflanzengift zur Vorerntebehandlung eingesetzt wird, um ein bereits reifes Erntegut von Unkraut zu befreien. Besonders pervers mutet die Praxis an, ökologische Gründüngung, die einen milden Winter überstanden hat, im Frühling mit dem Gift wegzuspritzen. In Vorträgen der Landwirtschaftskammer wurde dies sogar als besonders ökologisch beworben, weil damit Fahrten mit dem Traktor wegfallen und der Boden weniger verdichtet wird.


Die dümmsten Bauern…

Umgekehrt gelagert sind die Probleme mit den Erdäpfeln, wobei das Sprichwort, dass „die dümmsten Bauern, die größten Kartoffeln haben“ eine radikale Neudeutung erfährt: Professionell gedüngt und freigespritzt von lästigen Mitessern würden die Knollen nämlich ungehemmt auf Fußballgröße anwachsen. Derartige Riesenknollen wären im Supermarkt unverkäuflich.
Doch auch hierfür sind Mittel in der Kiste: Beispielsweise Diquat. Das Herbizid tötet das grüne Kraut der Kartoffeln binnen Stunden und stoppt damit das Wachstum. Zudem wird die Schale fester, was die Haltbarkeit fördert. Weil Diquat als hochtoxisch eingestuft wird, sind Wartezeiten einzuhalten, bis die Ernte eingebracht werden darf.

Ein besonderes Liebkind der Agrochemie ist der Raps. Dessen Öl wird seit dem Mittelalter als Brennstoff für Lampen geschätzt. Gekocht wurde damit jedoch nur in Hungerszeiten. Zu abstoßend war sein bitterer, beißender Geschmack, der von schwefelhaltigen Senföl-Glycosiden und einem hohen Gehalt an Erucasäure geprägt wird. Auch als Futter für Schweine oder Rinder war Raps ungeeignet, da die Tiere davon Verdauungsstörungen bekamen und das Fressen verweigerten. Die Karriere als „wertvolles Speiseöl“ startete Raps erst in den 1980er Jahren, als es gelang, die zwei unangenehmen Inhaltsstoffe schrittweise weg zu züchten. Der moderne Doppelnull-Hybrid-Raps ist heute die mit Abstand häufigste Ölpflanze Mitteleuropas.
Offenbar dienten die beiden Bitterstoffe aber als Abwehr gegen Fressfeinde. Parasiten marschieren nun in einer Dichte auf wie bei keiner anderen Feldfrucht. Ökologisch ist der Rapsanbau deshalb eine reine Katastrophe. Die Pflanze muss während ihrer Kultur laufend geschützt – also gespritzt werden. Bereits das Saatgut ist mit Insektiziden gebeizt. Während der Wachstumsphase drohen Rapserdflöhe und Kohlfliegen, im Sommer der Rapsglanzkäfer. Wird Rapshonig analysiert, so erinnern die Testergebnisse an ein Register aller verfügbaren Chemikalien der Schädlingsbekämpfung.


 
Helmut Burtscher, Umweltchemiker von Global 2000 fordert Verbot von Glyphosat

„Es fehlt jegliche Glaubwürdigkeit“

Der Global 2000 Chemiker Helmut Burtscher setzt in seinem eben erschienenen Buch „Die Akte Glyphosat“ zum Frontalangriff auf Industrie, „käufliche Wissenschaft“ und „parteiliche Behörden“ an.

Die meisten Studien Monsantos und auch anderer Hersteller zur Toxizität ihrer Produkte werden als Betriebsgeheimnisse behandelt. Was ist die Folge dieser Praxis?

Burtscher: Im Fall von Glyphosat führte diese Praxis zur Entstehung zweier wissenschaftlicher Paralleluniversen: Die geheimen Studien von Monsanto & Co behaupten unisono, dass Glyphosat die DNA nicht schädigt. Unabhängige Studien finden hingegen überwiegend das Gegenteil. Bisher konnte mir niemand einen vernünftigen Grund nennen, warum man Studien über die Gefahren und Risiken von Chemikalien als Geschäftsgeheimnis unter Verschluss halten muss. Solchen Studien fehlt jegliche Glaubwürdigkeit. Das gehört abgeschafft.

Und was käme stattdessen?

Es würde enorm viel verbessern, wenn drei Dinge geändert werden. Erstens: Nicht der Hersteller, sondern die Behörde beauftragt die Vertragslabors mit der Erstellung der regulatorischen Studien. Zweitens: Alle diese Studien müssen publiziert werden. Drittens: Die Hersteller dürfen sich "ihre" Zulassungsbehörde nicht selber aussuchen.

Die Behörden argumentieren, dass Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in vertretbaren Mengen erlaubt sind - und man täglich 1000 Liter Bier trinken müsste, bis der für Glyphosat ermittelte Grenzwert überschritten wäre. Ein Null-Risiko könne es nun mal nicht geben. Betreiben Sie Alarmismus?

Die Rechnung mit den 1000 Litern basiert auf der Annahme, dass Glyphosat weder krebserregend noch DNA-schädigend ist. Das widerspricht fundamental den Erkenntnissen der WHO-Krebsforschungsagentur IARC. Dass EU-Behörden, deren zentrale Aufgabe der Schutz der Gesundheit von 500 Millionen Menschen ist, mit solchen Vergleichen die Öffentlichkeit hinsichtlich der Krebsgefahr von Glyphosat in die Irre führen, verlangt nach politischen Konsequenzen.

Was, denken Sie, treibt die Behörden an, so zu agieren, wie sie es eben tun?

Sowohl die deutsche Behörde (BfR) als auch unsere AGES gelangen zum Ergebnis, dass Karzinogenität kein Hindernis für die Zulassung von Glyphosat ist. Es fällt auf, dass dieses Ergebnis im Interesse ihrer jeweiligen politisch verantwortlichen Ministerien liegt und von diesen auch hartnäckig verteidigt wird. Ihnen fehlt offenbar das Bewusstsein, dass sie damit die Verantwortung für wahrscheinlich tausende Krebserkrankungen auf sich nehmen.

Sie haben als Experte dazu beigetragen, dass die Sikkation, das „Totspritzen“ mit Glyphosat zur Beschleunigung der Reifung in Österreich verboten wurde. Ist damit dieses Problem bereinigt?

Das Gesetz war tatsächlich ein ungewöhnlicher Schritt. Doch noch immer gibt es die „Unkrautbehandlung“ kurz vor der Ernte. Und das halte ich für ein Aushebeln des Sikkationsverbots durch die Behörde.

Und wie wird die Glyphosat Abstimmung ausgehen? 

Aus Frankreich und von der SPD in Deutschland kamen Signale, einer Zulassung nicht zustimmen zu wollen. In Österreich hat sich die Gesundheitsministerin deutlich gegen eine Zulassung ausgesprochen, der zuständige Landwirtschaftsminister stellt sich allerdings hinter die Behörden. Die Kommission hat klargestellt, dass sie nur mit Rückendeckung der Mitgliedstaaten eine Zulassung aussprechen will. Es wird also spannend.

Helmut Burtscher-Schaden befasst sich seit vielen Jahren bei Global 2000 mit den Auswirkungen von Pestiziden auf Mensch und Umwelt. Der Biochemiker war einer der sieben Initiatoren der Europäischen Bürgerinitiative „Stop Glyphosat“. Dieser Tage erscheint sein Buch „Die Akte Glyphosat“ (Verlag Kremayr & Scheriau, 256 S., 22 EUR).


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Eine leicht veränderte Version dieses Artikels ist in der Zeitschrift Falter (35/17) erschienen. 

Dienstag, 27. Juni 2017

Drei Forderungen an die Gesundheitspolitik

Bei Diskussionen im Gesundheitsbereich geht es meist um lange Wartezeiten, Gangbetten, Zwei-Klassen Medizin oder die Interessen der Ärzteschaft. Fast alle Anliegen, die öffentlich transportiert werden, haben im Hintergrund Lobbys, die sich Vorteile erhoffen. Die Patientenanwälte kommen oft erst zum Zug, wenn es bereits zu spät ist. Wir brauchen endlich Gesundheitsbehörden, die offensiv und wirksam für den Schutz der Bevölkerung eintreten und die zahlreichen gefährlichen und unnützen "Angebote" im Medizinsystem kontrollieren.
Hier drei Forderungen, die seltsamerweise von keiner Partei bisher aufgegriffen wurden:


Bild: N-Media-Images – Fotolia.com


1.) Behörden sollten der Bevölkerung verpflichtet sein und Interessenskonflikte meiden

Gesundheitspolitik, Behörden und deren Berater müssen aus der Umklammerung und finanziellen Obsorge der pharmazeutischen Industrie befreit werden.
Es muss klar sein, dass Arzneimittelzulassung nach den Kriterien der strengst möglichen Kontrolle auf Sicherheit zu erfolgen hat und die Führungsriege der Behörde nicht Angst haben soll, dass private Interessen der Geldgeber aus der pharmazeutischen Industrie zu negativen Sanktionen führen, wenn die Behörden in ihrer Kontrollfunktion unbequem werden. Derzeit jedoch werden sowohl internationale Behörden (z.B. EMA, WHO) als auch nationale Arzneimittelbehörden zu einem beträchtlichen Teil aus Mitteln der pharmazeutischen Industrie bezahlt.

Was bedeutet dies? - Vor allem, dass die Behörde "bequem" gehalten wird. Dass der Geldgeber mitredet, wenn es um Karriereplanung geht, ist – zumindest hinter den Kulissen – selbstverständlich. Und deshalb werden jene Karriere machen, die von Haus aus konfliktscheu und Industrie-freundlich sind – oder sich durch "Wohlverhalten" schon einen lukrativen Job auf der Gegenseite reservieren.

Überall werden nach wie vor Public-Private-Partnerships eingefordert. Behörden sind oftmals gezwungen, sich Sponsoren aus der Industrie zu suchen, um Projekte umsetzen zu können. Dies führt zu absurden Interessenskonflikten. (z.B. wenn die Token Studie des Robert Koch Institut die Aufgabe hat, die Sicherheit der Kinderimpfstoffe zu untersuchen - und diese Studie ausgerechnet von den Herstellern dieser Impfstoffe finanziert wird, welche sich vertraglich ein Mitspracherecht bei der Bewertung der Studienergebnisse zusichern lassen.)

Dasselbe Problem tritt im Bereich der universitären Forschung auf, aus deren Führungskräften sich die Berater der Behörden rekrutieren. Diese Führungskräfte sind an der Universität dazu gezwungen in allen Bereichen für die Wirtschaft zu arbeiten. Und bringen demnach unzählige Interessenskonflikte in ihre Beratungstätigkeit ein.

Im Gesundheitsbereich werden derartige Kooperationen und Verflechtungen jedoch für schlau gehalten, "weil sich das Gemeinwesen Geld spart.“ Eine ebenso naive wie grundfalsche Annahme!


2.) Unabhängige Kontrollen - Orientierung am Rechnungshof

Hauptaufgabe der Behörden wäre es, für die Sicherheit der Bevölkerung einzustehen und in allen Bereichen der Medizin die aufgestellten Behauptungen der großen Player im System nachzuprüfen. Egal ob es sich um die behauptete Wirkung und Sicherheit von Medikamenten handelt, den behaupteten Nutzen von Grenzwerten und Untersuchungen oder die vielen Ideen der Ärztekammer-Vertreter. Überall, wo berechtigte Zweifel auftreten, sollte es den Behörden möglich sein, zu prüfen.

Die Rolle der Gesundheitsbehörden sollte sich mehr an jener des Rechnungshofes in Wirtschaftsbelangen orientieren als an jener des freundlichen Durchwinkens neuer Medikamente und der Promotion von Impfstoffen und Vorsorgeuntersuchungen.
Und dort, wo Zweifel an den vorgelegten Studien bestehen, braucht es ein öffentlich finanziertes Budget für unabhängige wissenschaftliche Forschung.

Etwa 50 Prozent der zugelassenen Arzneimittel sind nie ordentlich auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit geprüft worden. Kritische Pharmazeuten schätzen den Anteil an kontraproduktiven Therapeutika auf etwa ein Drittel. Dazu kommen die extrem teuren neuen Arzneimittel, speziell in der Krebstherapie. Sie werden auf Basis von Studien zugelassen, die von den Herstellerfirmen in einem schwer überschaubaren Prozess von vorne bis hinten kontrolliert wurden. Stimmt der darin ermittelte – meist ohnehin nur geringe durchschnittliche Lebenszeitgewinn überhaupt?  Oder bringt die Therapie den sterbenden Patienten wenig und trägt stattdessen zum vollständigen Verlust der verbliebenen Lebensqualität bei?

Unabhängige "Kontroll-Studien" könnten dem Gemeinwohl helfen, ein Vielfaches der Studienkosten hereinzubringen und würden zudem die Bevölkerung schützen.

Diese Forderung sollte vorrangig auf Ebene der EU umgesetzt werden.
Falls das über die mächtigen Lobbys verhindert wird, so eben auf nationaler Basis - oder im Zusammenschluss mehrerer Länder.


3. a) Behörden die Impfungen oder Screening-Programme empfehlen, sollen nicht gleichzeitig den Erfolg ihrer Empfehlungen kontrollieren

Im Bereich der Prävention sollte es zudem eine strenge Trennung geben zwischen den Behörden, die Impfpläne oder Früherkennungs-Programme erstellen - und einer unabhängigen Kontrollinstanz, welche mögliche unerwünschte Folgen sammeln und wissenschaftlich objektiv beurteilt.
Derzeit gibt es diese Trennung nicht: Die Behörden sind alles in einer Instanz.

Im Wirtschaftsbereich ist es klar, dass Interessenskonflikte ein „No Go!“ darstellen und sich der zu Kontrollierende nicht selbst kontrollieren soll. Hier jedoch erwartet man plötzlich Wunder an Zivilcourage. Wunder, die nicht passieren.

Die Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennungs-Screenings sind stets genannte Positivbeispiele der Gesundheitsförderung. In Wahrheit umfassen die Programme eine ganze Reihe von Maßnahmen, die wenig evidenzbasiert sind, sondern ihre Klientel im Medizinsystem mit Aufträgen füttern.

  • Wer entrümpelt die Vorsorgeuntersuchung von unnötigen Tests?
  • Wer sorgt dafür, dass die im Übermaß erhobenen Daten endlich zusammen geführt und wissenschaftlich objektiv ausgewertet werden können?
  • Warum kopieren wir nicht das erfolgreiche Screening Programm der Finnen zur Früherkennung des Zervix-Karzinoms, anstatt windige Labors für fragwürdige Expertisen zu bezahlen, welche zu tausenden unnötigen Eingriffen Anlass geben?


Chaotische Zustände bestehen im Bereich des Impfens. Ständig neu entwickelte Impfungen wurden auf Basis zweifelhafter Studien zugelassen und von extrem aggressiven Lobbys in die Impfpläne der Industriestaaten gedrückt.
Die Kinder bekommen heute dreimal so viele Impfungen wie noch in den 1980er Jahren.

In einem vernünftig organisierten Gesundheitssystem müsste es möglich sein, die Auswirkungen dieser Impfungen mit einfachen statistischen Methoden zu erfassen und zu bewerten.

  • Erfüllen die Impfungen die in sie gesetzten Erwartungen?
  • Stimmen die in den Zulassungsstudien ermittelten Risiken?
  • Wie unterscheidet sich der Gesundheitszustand Geimpfter von jenem der Ungeimpften?


Die Beantwortung derartiger Fragen ist nicht möglich, weil es kein Impfregister gibt, das mit den sonstigen Gesundheitsdaten verknüpft ist. Es wird ins Blaue hinein geimpft, ohne die positiven oder negativen Auswirkungen des Impfens überhaupt wissenschaftlich überprüfen zu können.


3. b) Einführung eines effektiven und transparenten Meldesystems für Nebenwirkungen

Zudem ist das Nebenwirkungs-Meldewesen katastrophal schlecht organisiert. Zwar gibt es am Papier die gesetzliche Meldepflicht der Ärzte bei Verdacht auf Nebenwirkungen. De facto ist die Meldepflicht aber nicht existent, weil sie von den Ärzten unterlassen oder aktiv verweigert wird.

Aus zahlreichen Vorfällen weiß ich, wie schwierig es ist, Ärzte zu einer Meldung zu bewegen. Sie erklären sich für unzuständig oder wissen nicht, wie man überhaupt melden soll. Meist jedoch behaupten sie, dass eine aufgetretene Nebenwirkung nach ihrer Meinung "sicher nicht vom Impfen kommen kann" und verweigern deshalb die Meldung.
Im Gesetz heißt es jedoch, dass Ärzte zur Meldung verpflichtet sind, wenn eine Nebenwirkung "im zeitlichen Zusammenhang zu einer Impfung" auftritt. Es ist keinesfalls ihre Aufgabe, selbst den kausalen Zusammenhang zu beurteilen. Viele Nebenwirkungen sind unbekannt und selten. Und nur wenn eine große Zahl von Meldungen vorliegt, ist es möglich, solche seltenen Fälle überhaupt zu identifizieren.

Kaum ein Arzt hätte es beispielsweise für möglich gehalten, dass eine Impfung Narkolepsie auslösen kann. Bei dieser bislang unheilbaren Krankheit schlafen die Betroffenen von einem Moment auf den nächsten ein, weil der von der Hypophyse im Großhirn gesteuerte Schlaf-Wach-Rhythmus gestört ist. Diese Menschen können nie einen Führerschein machen, oft keinem normalen Beruf nachgehen. Sie sind schwerstens in ihrer Lebensqualität geschädigt.
Mittlerweile ist es wissenschaftlich bis ins Detail geklärt, dass die anlässlich der Schweinegrippe-Pandemie eingesetzte Impfung "Pandemrix" tausende Fälle dieser Autoimmunerkrankung verursacht hat. Der Nachweis gelang, weil aufmerksame Mediziner in Finnland einer verdächtigen Häufung von Nebenwirkungsmeldungen nachgegangen sind. In Deutschland oder Österreich wäre das zum einen nie aufgefallen, zum zweiten wäre es nicht möglich gewesen, den Verdacht nachzuprüfen.

Die hiesigen Ärzte melden auch deshalb nicht gerne, weil sie Angst haben, damit in ein behördliches Verfahren verwickelt zu werden, das ihnen nichts als Scherereien bringt. ("Habe ich die vorgeschriebene Impfberatung korrekt durchgeführt? Habe ich möglicherweise falsch geimpft?")

Hier bräuchte es intensive Aufklärung der Ärzte durch die Behörden oder die Gesundheitspolitik. Doch davon ist nicht das Geringste zu merken. Und hinter dieser Passivität steckt Absicht. Denn würden die Behörden das penetrante Nichtmelden vieler Ärzte tatsächlich ahnden, so würde das zweifellos zu einem deutlichen Anstieg der amtlich registrierten Nebenwirkungen führen. Das hingegen würde das Vertrauen in Impfungen reduzieren, für Unruhe sorgen und die Behörden in ihrer Ansicht stören, dass eh alles in bester Ordnung ist.

Insofern muss man sich nicht wundern, dass die Dunkelziffer bei nicht gemeldeten Impfschäden enorm hoch ist. Seriöse Schätzungen gehen von einer Meldequote im einstelligen Prozentbereich aus.



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Donnerstag, 22. Juni 2017

Das makellose Impfwesen und seine interessenskonflikt-freien Vertreter

Derzeit findet in Krems der EUFEP-Kongress 2017 statt. Ich war gestern bei diesem "europäischen Forum für evidenzbasierte Prävention" zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, in der es auch um die Frage ging, ob die Einführung einer Impfpflicht eine geeignete Maßnahme zur Gesundheitsförderung bei Kindern ist. Ich habe diese Ansicht kritisiert. Gänzlich frei von jeglicher Selbstreflexion in Bezug auf Nutzens-Schadens Abwägungen gab sich Ursula Wiedermann-Schmidt, die Leiterin des Nationalen Impfgremiums Österreichs. Ihr Referat bestand aus purer Impfwerbung. 

Podiumsdiskussion mit (v.r.n.l.) Claudia Wiesemann (Univ. Göttingen), Mike Kelly (NICE), Andrea Fried (Moderation), Irene Promussas (Lobby4Kids) und mir (Foto: U. Griebler)

Ich betonte in meiner Stellungnahme zur Impfpflicht, dass nicht nur die Eltern die ihre Kinder impfen lassen, sondern auch jene, die manche Impfungen verweigern, der Ansicht sind, zum Wohle ihrer Kinder zu handeln. Eine der beiden Einstellungen von vornherein als "falsch" abzutun, sei wissenschaftlich schwer argumentierbar. Es gäbe nämlich nicht "die Impfungen", sondern eine ganze Reihe von Einzelimpfungen mit Stärken und Schwächen, die jede für sich zu bewerten seien in ihrem individuellen Nutzen-Risiko-Profil.
Zudem besteht ein enormes Interesse der Hersteller, ihre Impfungen in die jeweiligen Impfkalender "zu drücken". Dafür wird stark lobbyiert - manchmal auch mit unerlaubten Hilfsmitteln wie der Bestechung von Politikern. (Ich brachte dafür Beispiele aus Italien und den USA, wo die Einführung von Pflichtimpfungen später zur gerichtlichen Verurteilung der verantwortlichen Politiker führte.)

Impfen ist der weltweit meist verbreitete Eingriff zur präventiven Behandlung von gesunden Kindern. Und insofern ist natürlich die Verantwortung derjenigen, die solche Therapien empfehlen oder sogar zur Pflicht machen, enorm. Es muss auf das strengste geprüft werden, dass der Nutzen das Risiko deutlich übersteigt und die Sicherheit der Impfungen durch die best möglichen Prüfverfahren gewährleistet ist.
Das ist meiner Meinung nach bei manchen Impfungen – z.B. den „Totimpfungen“, die Alu-haltige Wirkverstärker verwenden – nicht gesichert. (Meine Argumente habe ich anlässlich der in Italien geplanten Impfpflicht für 12 Krankheiten kürzlich hier zusammen gefasst. Außerdem habe ich aktuell drei Forderungen an die Gesundheitspolitik formuliert.)

Bei Masern bin ich ein Befürworter der Impfung, allerdings kein Befürworter der Impfpflicht.
Es gibt eine Menge gute positive Argumente, die für die Impfung sprechen. In der bisherigen Debatte wird aber stets nur negativ argumentiert:
  • Angst vor Masern, 
  • Angst vor SSPE (obwohl sich noch niemand wirklich auskennt, wie diese seltene Krankheit konkret entsteht), 
  • Krankheiten sind prinzipiell schlecht und zu vermeiden, deshalb: Ziel der Ausrottung der Viren

Positive Argumente wären hingegen: 
  • Viren gehören zum Leben, sie trainieren das Immunsystem und schaffen nachhaltige Kompetenz mit weniger Entgleisungen Richtung Allergien und Autoimmunität
  • Die Masern-Impfung bietet einen hervorragenden Schutzeffekt - allerdings mit abgeschwächten Viren - die möglichen Komplikationen der Wildviren werden vermieden 
  • Zahlreiche Studien belegen, dass masern-geimpfte Kinder bessere Abwehrkräfte haben als ungeimpfte.
  • Wenn es nun noch gelingt, aus der MMR Impfung eine „Bio-Impfung“ zu machen, die in der Herstellung sowie Anwendung auf problematische Inhaltsstoffe verzichtet und auf natürliche Infektionswege Rücksicht nimmt, so wäre es sicherlich einfacher, dafür auch impfkritische Eltern zu gewinnen.
  • Das würde z.B. bedeuten: Einzelimpfungen anbieten, welche inhaliert werden können


Wiedermann-Schmidt: Impfpropaganda ohne jegliche Selbstzweifel

Ursula Wiedermann-Schmidt ist die Leiterin des Instituts für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der Medizinischen Universität Wien, das traditionell recht gute Beziehungen zur Industrie pflegt. Obwohl es auf Kongressen mittlerweile als Pflicht gilt, eine Erklärung zu den eigenen Interessenskonflikten voran zu stellen, kam von Wiedermann-Schmidt nichts.
In ihrem Vortrag mit dem Titel "Evidenzbasierte Empfehlungen für Impfprogramme" war von irgendwelchen möglichen Nebenwirkungen von Impfungen nicht mal am Rande die Rede. Viel einseitiger konnte eine Thematik kaum noch dargestellt werden. Als Gefährdung der öffentlichen Gesundheit wurden lediglich die Impfkritiker und Impfgegner erwähnt.
Karl Zwiauer, der Vorstand der Kinderklinik am LKH St. Pölten leitete ihr Referat entsprechend ein. Heute ginge es um das Grundübel, sagte er: Und das sei die Impfmüdigkeit in bestimmten Kreisen der Bevölkerung. 
Wiedermann-Schmidt zeigte Grafiken, in denen dem Impfen ein Anteil von rund 100 Prozent an der Beseitigung von Krankheiten wie Polio, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, etc. zugeschrieben wurde. Dass derzeit in der internationalen wissenschaftlichen Community z.B. bei Keuchhusten darüber debattiert wird, dass dieser Impfstoff - wenn überhaupt - dann nur kurzzeitig wirkt und dringend verbessert werden muss – keine Erwähnung.
Dass auf internationalen Fachkongressen bestimmte Impfungen und deren Inhaltsstoffe als Auslöser von Allergien und Autoimmunkrankheiten diskutiert werden – nicht ein Wort.
Noch selten habe ich in einem Vortrag zur "evidenzbasierten Medizin" eine derart einseitige Auslegung von "Evidenz" erlebt.

Ursula Wiedermann-Schmidt: Im Dienste der Impfwerbung


Ich bezeichnete in einer Wortmeldung ihren Vortrag als "pure Impfwerbung" und kritisierte, dass die Meldepflicht der Ärzte für mögliche Nebenwirkungen von Impfungen kaum wahrgenommen wird und vollständig intransparent abläuft. 
Darauf entgegnete Wiedermann-Schmidt, dass es die Pflicht der Ärzte sei, die gesetzlich vorgeschriebenen Meldungen zu machen. Das funktioniere auch - die Nebenwirkungs-Übersichten seien im Internet auf der Webseite der Behörden transparent gemacht und jederzeit nachlesbar. 

Mir ist es bisher nicht gelungen, diese "transparenten" Informationen zu finden. Nicht mal auf der Übersichtsseite des Gesundheitsministeriums mit dem Titel "Informationen zur Impfstoffsicherheit" gibt es einen Link zu einer Übersicht der gemeldeten Nebenwirkungen.
Wenn man etwas weiter sucht, so kommt man zum Artikel "Reaktionen und Nebenwirkungen nach Impfungen", den Wiedermann-Schmidt selbst mit herausgegeben hat. Wie tendenziös dieser Artikel ist, geht schon aus der Gestaltung der Titelseite hervor, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:
Wahrnehmung des Risikopotenzials von Impfungen: unterentwickelt bis nicht vorhanden
Sowohl Ursula Wiedermann-Schmidt als auch Karl Zwiauer sind Mitglieder des "Nationalen Impfgremiums", die dem Ministerium in Sachen Impfungen als "unabhängige" Berater zur Seite stehen und den nationalen Impfplan erstellen.
Um das deutsche Pendant, die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch Institut), gab es während der letzten Jahre heftige Diskussionen um finanzielle Interessenskonflikte. Viele der Mitglieder arbeiteten immer wieder für Impfstoff-Hersteller, ohne dass dies öffentlich bekannt war. Als schließlich der damalige Leiter der STIKO Geld eines Impfstoffherstellers "zur Förderung des Impfgedankens" annahm und kurz darauf gleich ganz in die Dienste der Industrie wechselte, war der Bogen überspannt und es setzte erstmals heftige Kritik in den Medien.
Seither gibt es immerhin eine umfassende öffentliche Selbstauskunft der STIKO-Mitglieder zu ihren Industrie-Verbindungen. Außerdem eine transparente Datenbank im Internet, die frei zugänglich ist und über alle gemeldeten ernsthaften Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit Impfstoffen Auskunft gibt. 

Österreich befindet sich bezüglich Transparenz bei der Meldung unerwünschter Wirkungen von Impfungen ebenso in der Steinzeit wie bei der Deklarierung finanzieller Interessenskonflikte.
Dass gerade die Spitzen-Repräsentanten dieser Geisteshaltung auf einem Kongress zur "evidenzbasierten Prävention" auftreten und dort Propaganda als Information verkaufen, ist Symptom dieser Zustände. Heilung ist weit und breit nicht in Sicht.


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Dienstag, 30. Mai 2017

Stillen: Gesunde Bakterienkur für Babys

Zahlreiche Studien belegen, dass gestillte Kinder besser gegen Erkältungskrankheiten und Darminfektionen geschützt sind und dass sie weniger anfällig für Allergien sind. Ein Forscherteam aus Los Angeles untersuchte nun die Bedeutung des Stillens beim Aufbau des kindlichen Mikrobioms und erlebte dabei eine Überraschung: Mehr als ein Drittel der Darmbakterien des Kindes wird über Muttermilch und Hautkontakt beim Stillen weiter gegeben.



Jeder Mensch ist ein Zoo. Wir beherbergen eine Unzahl von Lebewesen, die meisten davon im Darm sowie auf unserer Haut. Die Bedeutung dieses "Mikrobioms" für unsere Gesundheit  erweist sich immer mehr als eine der wichtigsten und revolutionärsten Erkenntnisse der jüngeren wissenschaftlichen Forschung. Hier liegt offenbar der Schlüssel für eine stabile Balance im Organismus.
Dies ist umso wichtiger, als wir derzeit eine weltweite Epidemie von Krankheiten erleben, die allesamt mit gestörten Immunfunktionen zu tun haben. Es gibt hunderte Arten von Autoimmun-Erkrankungen, von denen der Großteil vor wenigen Jahrzehnten noch gar nicht bekannt war. Ein Drittel der Bevölkerung leidet an Allergien. ADHS, Autismus und andere Entwicklungsstörungen sind von Einzelfällen zum Massenphänomen geworden.
Das Mikrobiom entpuppt sich als wichtigster Partner unseres Immun- und Nervensystems. Und wenn zwischen diesen drei Säulen unserer Gesundheit die Chemie stimmt, so ist das offenbar die beste Versicherung für ein langes Leben ohne derartige chronische Krankheiten. (Dies ist übrigens die Kernthese meines aktuellen Buches "Die Hygienefalle - Schluss mit dem Krieg gegen Viren und Bakterien".)


Mitarbeit gegen Kost und Quartier

Je diverser und reichhaltiger unser Mikrobiom aufgebaut ist, desto stabiler ist es - und umso mehr nützliche Eigenschaften unserer Mitbewohner können wir nutzen. Ein gesunder Mensch beherbergt zwischen 2000 und 3000 verschiedene Bakterienarten, die alle ihre eigenen Fähigkeiten mit in die Lebensgemeinschaft ein bringen. Im Lauf der Evolution hat unser Organismus ja eine ganze Unzahl an Kompetenzen eingebürgert. Wenn Bakterien bestimmte Vitamine oder Hormone erzeugen können, wenn sie Pilze in Schach halten und das aggressive Immunsystem beruhigen können, wozu sollte dann Energie verpulvert werden, diese Fähigkeiten selbst zu entwickeln. Da war es doch einfacher, den Bakterien einen Lebensraum zu reservieren und mitarbeiten zu lassen.
Wir stehen derzeit noch ganz am Anfang, die Unmenge an Symbiosen zu verstehen, die wir mit unseren Mitbewohnern eingegangen sind. Klar ist allerdings schon jetzt, dass das alte Bild der "schmarotzenden und krank machenden Keime" falscher nicht sein könnte. 99,9% aller Bakterien sind nützlich und harmlos.

Die Zusammensetzung der Darmbakterien ist während der ersten drei Lebensjahre recht variabel und stabilisiert sich erst dann in ein ähnliches Muster wie es auch bei Erwachsenen vorherrscht. Dennoch ist jedes Mikrobiom so einzigartig wie ein Fingerabdruck, sogar eineiige Zwillinge können vollständig unterschiedliche Kolonisierungen ihres Darms haben.


Bakterienmuster bleiben ein Leben lang

Kinderärzte der Universität von California in Los Angeles unter der Leitung von Grace Aldrovandi haben nun in einer aufwändigen Studie die Bedeutung des Stillens für die Ausbildung des Darm-Mikrobioms bei Neugeborenen untersucht. Insgesamt nahmen 107 Mütter mit ihren Babys an der Studie teil. Im Verlauf der ersten 12 Lebensmonate wurden sie mehrfach untersucht: Bei den Müttern die mikrobielle Zusammensetzung ihrer Milch sowie die bakterielle Besiedlung des Warzenhofs um die Brustwarze (Areola mammae), bei den Babys wurden regelmäßig Stuhlproben gesammelt und analysiert.

Die Besiedlung des kindlichen Darms ist ein komplexer Prozess und hängt von vielen Faktoren ab. Kaiserschnitt-Kinder haben eine ganz andere Kompostion, als Babys, die im Geburtskanal der Mutter ihre Pionier-Bakterien mitnehmen. Die ersten Siedler haben jedenfalls einen enormen Startvorteil und manche Muster bleiben oft ein Leben lang erhalten. Insofern erscheint es sinnvoll, bestimmte Defizite der Kaiserschnitt-Geburt auszugleichen. Aber auch bei vaginal geborenen Kindern aus unseren Breiten ist die Bakterienvielfalt im Vergleich zu Kindern aus Entwicklungsländern deutlich unter entwickelt. Stuhlproben der Kinder von indigenen Amazonas-Völkern ergaben eine beinahe doppelt so große Vielfalt ihrer Darmbewohner.

Grace Aldrovandi wollte wissen, wie groß der Einfluss des Stillens bei der Besiedlung des Darms ist. Die Antwort in einem Wort lautet: enorm.
Im Schnitt erhielten die Babys 27,7 Prozent ihrer Darmbakterien unmittelbar über die Muttermilch transferiert. Weitere 10,4 Prozent stammten vom Gebiet rund um die Brustwarze. Die Übernahme der Bakterien war durchaus Dosis-abhängig. Je häufiger und länger die Babys gestillt wurden, desto mehr der mütterlichen Bakterien siedelten sich im kindlichen Darm an. Schließlich ergab sich – im Vergleich des Bakterien-Profils von zufällig zugeordneten Müttern – ein eindeutiges Bild der Zusammengehörigkeit der mütterlichen Bakterien mit der Darmflora des eigenen Kindes.

Wenn Mütter zu stillen aufhörten, auf Flaschennahrung umstiegen oder zunehmend feste Nahrung verfütterten, änderte sich die Komposition der Bakterien im kindlichen Darm dramatisch. Dennoch blieben bestimmte Grundmuster des ursprünglich angelegten Bakterienprofils stabil.
"Unsere Arbeit zeigt, dass sich im Lauf der ersten sechs Lebensmonate ein komplexes Netzwerk von Bakterien im kindlichen Darm bildet", erklärt Aldrovandi. "Muttermilch-Bakterien, die den Darm besiedeln bereiten den Boden für nachfolgende Bakterien, die sich ansiedeln. Daraus ergibt sich eine Art Fingerabdruck, der bis ins Erwachsenenalter erhalten bleibt."
Von einigen wenigen Bakterien ist bereits konkret bekannt, welche gesundheitliche Vorteile sie bieten. In der Milch enthaltene Veillonella und Rothia-Stämme schützen beispielsweise vor Asthma. Bei Kindern, die nur kurz oder gar nicht gestillt wurden, ergab sich ein deutlicher Überhang der Gattung der Bacteroidaceae, die in Studien bei Kindern und Erwachsenen mit Übergewicht ebenfalls vorherrschen.

"Unsere Resultate sind jedenfalls eine starke Unterstützung für die geltende WHO-Empfehlung, dass während der ersten sechs Lebensmonate ausschließlich und bis zum Ende des ersten Lebensjahres zusätzlich gestillt werden sollte", schließen die Autoren ihre Arbeit.


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Freitag, 26. Mai 2017

Italien verschärft die Impfpflicht

Schon bisher gab es in Italien Pflichtimpfungen. Diese sollen nun aber auf 12 Krankheiten ausgedehnt werden. Der Besuch von Kindergärten ist künftig an den Impfnachweis gebunden. Mehr als 800.000 Schüler sind von Zwangsimpfungen bedroht. Wer sich nicht an die Beschlüsse hält soll bis zu 7.500 Euro Strafe bezahlen. Der Widerstand gegen diese Gesetzesinitiative wächst in Italien. Besonders in Südtirol ist der Unmut enorm. Die Rede ist von einem "neuen Impffaschismus" und dem "Sieg der Pharmalobby".





Bevor solche Zwangsmaßnahmen durchgesetzt werden, hätte ein verantwortungsvoller Gesetzgeber auf seriöser Basis sicher stellen müssen, dass derartige Maßnahmen den Kindern nützen und sie nicht in ihrer Gesundheit gefährden. Die "Impfungen" gibt es - so generell gesprochen - nicht. Jede einzelne Impfung hat ihre eigene Geschichte, ihre Vorteile und ihre Nachteile. Und dass die Vorteile überwiegen, ist bei einer Reihe von Impfungen nicht garantiert.

Wissenslücken gibt es genug, hier ein paar Beispiele:
  • Es gibt keine guten Vergleichsstudien Geimpfte/Ungeimpfte 
  • Es gibt keine verlässlichen Informationen darüber, wie lange die toxischen Aluminiumverbindungen aus den Impfungen im Körper bleiben und was sie dort tun 
  • Es gibt zahlreiche Hinweise, dass Impfungen Störungen des Immunsystems auslösen und die Bildung von Auto-Antikörpern anregen 
  • Ob es spezielle Risikogruppen (z.B. genetische Voraussetzungen) gibt, Menschen, die besonders anfällig sind für Immunstörungen - und wie man diese vorab identifizieren könnte – ist unbekannt 
  • Bei Impfungen gibt es kaum Innovationen und keinen Druck hin zu mehr Sicherheit, weil ein paar Großkonzerne "unter sich" sind und von der Gesundheitspolitik, bzw. den Behörden vor Klagen bei Schäden geschützt werden 
  • Es gibt bei vielen Impfstoffen keine Auswahlmöglichkeit, keine Alternativen - z.B. Impfstoffe, die man inhalieren kann, Impfstoffe ohne Aluminium, ohne Hühnereiweiß, etc. 

Anstatt dafür einzutreten, diese Mängel zu beheben und viele andere Fragen zur Funktionsweise und Sicherheit von Impfungen objektiv durch gute Studien aufzuklären, werden Nichtimpfer mit Strafen bedroht.
Bei der Clique der fanatischen Impfbefürworter, die in Kritikern dumme Verschwörungstheoretiker sehen, deren Kinder als Bioterroristen herumlaufen und die eigenen Kinder gefährden, handelt es sich zumeist um Menschen, die mit Freude im Lager des Mainstream der Gesellschaft schwimmen und allen misstrauen, die gegen den Strom schwimmen.
Die fachliche Materie begreifen sie nur sehr oberflächlich. Doch das müssen sie auch nicht. Schließlich gibt es Mechaniker für die Autos, Mediziner für die Medizin und Laien, die sich besser an die Empfehlungen der Profis halten.
Dass es sich beim Impfwesen um eine ganz spezielle Blase der Medizin handelt, wo wissenschaftliche Regeln vielfach außer Kraft gesetzt werden, verstehen sie nicht - und wollen es auch nicht verstehen:

Dass beispielsweise…

  • in der Kontrollgruppe so gut wie nie eine neutrale Placebogruppe verwendet und meist eine neue Impfung gegen eine alte getestet wird. Auch wenn es sich dabei um vollständig unterschiedliche Krankheiten handelt, vor denen die Impfung schützen soll. 
  • Dies gilt sogar bei neuen Impfungen, wo nicht damit argumentiert werden kann, dass es "ethisch unverantwortlich" wäre, die Kontrollgruppe nicht zu impfen. Auch hier gibt es keine Vergleichsstudien Geimpfter vs. Ungeimpfter. 
  • Bei Impfstudien wird meist nicht die tatsächliche Wirksamkeit einer Impfung geprüft – also z.B. die Fähigkeit einer Diphtherie-Impfung die Diphtherie zu verhindern – sondern es werden vorwiegend so genannte Surrogat-Parameter erhoben. Meist handelt es sich dabei um Antikörper-Titer. Diese haben jedoch - wie sich bei der Analyse von Ausbrüchen zeigte – eine nur sehr beschränkte Aussagekraft. Impfexperten der STIKO raten von eigenständig durchgeführten Titertests - um den aufrechten Impfschutz zu kontrollieren - sogar dezidiert ab. 

Kontrollverlust
Ein weiterer für viele Impfbefürworter schwer verständlicher Fakt: Die Gesundheits-Behörden sind mit der Kontrolle der Sicherheit von Impfungen überfordert. Sie erfüllen ihre Funktion unzureichend und "auf mindestens einem Auge blind", weil sie seit vielen Jahren Impfpläne erstellen, Impfungen empfehlen oder sogar gesetzlich vorschreiben. Deshalb wären sie - in ihrem Selbstbild - ebenso für Schäden verantwortlich wie die Hersteller.
Sie müssen sich demnach selbst kontrollieren. Eine Aufgabe, der niemand ausgesetzt werden sollte, weil diese Aufgabe nicht zu erfüllen ist.
Das heißt, in der Realität wird die Sicherheit der Impfungen von den Herstellern kontrolliert und von den Behörden großteils durchgewinkt.
Gäbe es strenge Wirksamkeits- und Sicherheitskontrollen, so wären manche Impfungen nie zugelassen worden. Viele wären nicht mehr am Markt - oder würden vorübergehend vom Markt genommen bis die Auflagen zum Nachweis der Sicherheit und Wirksamkeit vollständig erfüllt worden sind.
In der Realität funktioniert es genau umgekehrt: Da werden strenge Studiendesigns und Kontrollen von den Behörden, den Ethik-Kommissionen und den Impfexperten zurück gewiesen und entrüstet verweigert. Obwohl wir aus Steuermitteln jährlich Milliarden für Impfungen ausgeben, werden die wenigen Millionen nicht investiert, die für eine unabhängige Kontrolle der Sicherheit und Wirksamkeit dieser Impfungen nötig wären.


Massen-Medikation

Impfungen sind der weltweit intensivste pharmazeutische Massen-Eingriff in das Immunsystem gesunder Menschen. Neugeborene, deren Immunsystem noch nicht im entferntesten ausgereift ist, werden ebenso geimpft wie ältere Menschen, deren Immunsystem nach ganz anderen Kriterien funktioniert. Egal. Meist gibt es eine Impfung für alle Altersgruppen. Auch die Dosis unterscheidet sich nur unwesentlich. Frühgeborene mit 1 Kilogramm werden genau gleich geimpft wie Säuglinge mit dem fünffachen Gewicht.

Heute leidet bereits ein Drittel der Kinder und Jugendlichen an Allergien, Autoimmunerkrankungen und Entwicklungsstörungen. Niemand weiß die genauen Ursachen.

Wenn auch nur ein Teil dieser Fälle von Impfungen ausgelöst wird, dann bedeutet das, dass die Solidargemeinschaft mit Milliarden Euro belastet und bei hunderttausenden Menschen die Lebensqualität geschädigt oder sogar vernichtet wird.


Es ist offensichtlich, dass es sich bei der Anerkennung dieser Fakten, die ich hier aufgelistet habe, um eine Minderheitenposition handelt.
Die Mehrheit der "Impfexperten" sieht keinerlei Probleme und weigert sich standhaft in ihrem Lieblingsfach wissenschaftliche Kriterien anzuwenden.
Falls doch einmal Probleme auftreten sollten, heißt es, "müssen diese hinter verschlossenen Türen im Kreise von Impfexperten intern diskutiert werden". Eine offen Diskussion wäre kontraproduktiv, denn "das wäre Wasser auf die Mühlen der Impfgegner und würde die Impffreudigkeit der Bevölkerung gefährden".

Die meisten der extremen Impfbefürworter bekommen von solchen Vorbehalten der Behörden ohnedies nichts mit. Impfungen sind für sie unanfechtbar, der Gipfel der medizinischen Kunst, eine Gesundheitsversicherung an die sie ganz fest glauben.
Obwohl sie beim Impfen eine in Wahrheit recht esoterische Haltung einnehmen, bezeichnen sie sich dennoch als "Skeptiker" und halten sich für extrem wissenschafts-affin.
Ob es sich dabei um eine Art Schizophrenie handelt, um Intelligenz-Defizite oder den Zwang zur Anpassung an gesellschaftliche Normen ist nicht ganz klar.
Jedenfalls handelt es sich um Extremisten. Und in Italien sind diese Extremisten offenbar besonders aggressiv und mehrheitsfähig.

Unter derartigen Voraussetzungen sind es nicht die Impfverweigerer, die unverantwortlich handeln indem sie Gesetzesbruch begehen, sondern es gilt das Gegenteil:
Jene Eltern verhalten sich verantwortungsvoll, die unter derartigen Voraussetzungen dem Druck standhalten und einzelne Impfungen zum Wohl der Gesundheit ihrer Kinder verweigern.


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