Donnerstag, 23. März 2017

FSME-Impfung: unkontrollierter Menschenversuch

Die Impfung gegen die von Zecken übertragenen FSME Viren reduziert wahrscheinlich das Risiko schwerer Gehirnentzündungen bei Erwachsenen. Doch gilt dasselbe auch für Kinder? Und wie steht es um die Nebenwirkungen? Immer häufiger gibt es Berichte, dass die Impfung Rheuma, Diabetes oder MS auslöst. Ist da etwas dran?

Ekliger, krank machender Vampir: Kaum ein Tier ist so gefürchtet wie die Zecke 


Frühling wird’s und die Werbung für die "Zeckenimpfung" wird intensiver. Man merkt die Auswirkungen im Bekanntenkreis: Immer häufiger treten die Fragen auf, ob man/frau/kind sich impfen lassen soll. Na gut, dann sehen wir mal, wie es um das Nutzen/Risiko Verhältnis der FSME-Impfung steht und welche Evidenz es gibt.

Zunächst wollte ich einige Fragen auflisten, die es wert wären, sie wissenschaftlich korrekt und für alle nachvollziehbar zu beantworten. Denn nur mit gesichertem Wissen ist eine informierte Entscheidungsfindung zur Sinnhaftigkeit einer FSME-Impfung möglich.


Gesundheitsbehörden als Werbepartner der Impfstoff-Hersteller

Da wäre zunächst die Frage, ob man in einem der so genannten Risikogebiete wohnt und was das überhaupt bedeutet. Die österreichische Tageszeitung "heute" hat das - nach offenbar gründlichem Studium der vom Impfstoff-Hersteller zur Verfügung gestellten Informationen - so beantwortet: "In Österreich herrscht ein landesweites FSME-Risiko." 
Diese dramatische Aussage wird auch durch den nachfolgenden Zusatz nicht leichter verkraftbar: "Eine Therapie der FSME-Erkrankung ist nach heutigem Wissensstand nicht möglich." Der einzig wirksame Schutz, so die "heute"-Expertise, sei "die aktive Impfung".
Und das ist ja wohl auch der Schluss, den die Lektüre der Karten vermitteln soll: Wer auch immer vorhat, seine Wohnung ab und zu zu verlassen, betritt ein Zecken-Risikogebiet!

Von besonderer Rafinesse ist die aktuelle Definition des Robert Koch Instituts:
Ein Landkreis wird als FSME-Risikogebiet definiert, wenn die Anzahl der übermittelten FSME-Erkrankungen in mindestens einem der Zeiträume 2002 bis 2006, 2003 bis 2007, 2004 bis 2008, 2005 bis 2009, 2006 bis 2010, 2007 bis 2011, 2008 bis 2012, 2009 bis 2013, 2010 bis 2014 oder 2011 bis 2015 im Kreis ODER in der Kreisregion (bestehend aus dem betreffenden Kreis plus allen angrenzenden Kreisen) signifikant (p < 0,05) höher liegt als die bei einer Inzidenz von 1 Erkrankung/100.000 Einwohner erwartete Fallzahl. Da es in den letzten 20 bis 30 Jahren keine Anzeichen für ein Erlöschen von FSME-Naturherden in den bestehenden Risikogebieten gegeben hat, und weil die Impfquoten seit 2006 deutlich angestiegen waren, wurde auf einem FSME-Expertentreffen im November 2011 am RKI entschieden, dass ein Kreis für einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren seinen Status als Risikogebiet behalten sollte.

Hat das jemand verstanden?

Ich habe es mehrfach gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es den Behörden  gar nicht darum geht, verstanden zu werden. Sondern eher um den Effekt. Und diese Definition hat immerhin dazu geführt, dass mit Ausnahme des Stadtgebiets von München der Großteil von Bayern und Baden-Württemberg Risikogebiet ist. 
Und damit gilt auch die öffentliche Impfempfehlung des RKI - für nahezu alle Süddeutschen im Alter über 2 Jahren.
Steffen Rabe bringt auf der Webseite der "Ärzte für Individuelle Impfentscheidungen" dazu ein originelles Beispiel aus dem Vorjahr: So schreibt das RKI selbst, dass beispielsweise im Landkreis Aichach-Friedberg, der seit 2005 als Risikogebiet gilt, die Häufigkeit einer FSME-Infektion "weder im Landkreis noch in der Kreisregion" signifikant über der magischen Grenze von 1 Fall pro 100.000 Einwohnern lag. Weil jedoch heute mehr geimpft wird, als früher, so die Argumentation des RKI, könnte das ja der Grund sein, warum keine FSME Fälle aufgetreten sind. 
Steffen Rabe kommentiert das sarkastisch so:
  • Wir definieren ein Risikogebiet, das sich im Nachhinein als gar kein wirkliches Risikogebiet herausstellt.
  • Weil aber als Folge unserer Definition das eintritt, was wir uns ohnehin wünschen (eine höhere FSME-Impfrate), korrigieren wir diesen Fehler die nächsten 20 Jahre (!) lieber nicht... 
Soweit also ein Einblick in die Motivation der Gesundheitsbehörden, die sich in Impffragen offenbar schon seit langem ausschließlich als Werbepartner der Industrie begreifen.

Noch origineller lief es über viele Jahre in Österreich, wo einer der Erfinder des Impfstoffes gleich auch mithalf, die Risikogebiete zu definieren. 
Eine Mitarbeiterin hat mir erzählt, wie das damals ungefähr ablief: 
"Fräulein, haben wir nicht kürzlich einen FSME-Fall im Bezirk Korneuburg gehabt? - Nein? - Sie können sich nicht erinnern? - Na sicherheitshalber färben wir das trotzdem rot ein."
Derartige Pfuscherei und eine vollständig unklare Bewertung des tatsächlichen Risikos, erlaubt den Bürgern also keinerlei eigenständige Risiko-Abschätzung. Es gibt auch keine Abstufungen von sehr hohem, mittlerem oder geringem Risiko, so dass man beispielsweise die wirklich gefährlichen FSME-Gebiete meiden könnte - oder sich eben impfen lässt, wenn man in einer solchen Region lebt oder häufig zu tun hat.


Kinder haben nur ein minimales FSME-Risiko

Als nächstes wäre zu klären, wie hoch das Risiko ist, krank zu werden, wenn man gestochen wird. Doch auch hier ist Raten angesagt.
Welchen Schaden die Zecken machen, darüber gehen die Schätzungen weit auseinander. 
Viele Jahre galt die ungefähre Angabe, dass etwa einer von 1000 Zecken infiziert ist und bei jedem hundertsten Stich einer infizierten Zecke eine FSME ausbricht. 
In jüngerer Vergangenheit werden allerdings oft deutlich dramatischere Zahlen genannt.
Reinhard Kaiser, Neurologie-Professor an der Universität Freiburg, geht beispielsweise davon aus, dass in Risikogebieten bis zu 3% der Tiere mit FSME-Viren infiziert sind. Wird man von so einer verseuchten Zecke gestochen, entwickelt laut Kaiser jeder dritte Betroffene die Krankheit. Laut Kaiser genügten also 100 bis 300 Zeckenstiche, um einen FSME-Fall auszulösen. 
Das wäre ein enorm hohes Risiko. 
Kaiser bleibt allerdings alle Belege für seine Angaben schuldig. Weder gibt es eine verlässliche Untersuchung, wie viele Zecken tatsächlich Träger der Viren sind. Noch gibt es Ansteckungsversuche mit infizierten Zecken, wo im Tierversuch ermittelt worden wäre, wie viele davon die Viren auf ihre Wirte übertragen - und wie sich das anschließend auswirkt.

Zahlen, die auf tatsächlich erhobenen Fakten beruhen, gibt es aus der Schweiz.
Im Gegensatz zu Deutschland oder Österreich gilt in der Schweiz die Impfempfehlung der Behörden erst für Kinder ab 6 Jahren. Dennoch treten offenbar kaum FSME-Fälle bei jüngeren Kindern auf, obwohl diese meist nicht geimpft werden. 
Bei einer über 5 Jahre laufenden Studie, die alle FSME Fälle in der Schweiz erfasste, waren 55 Kinder betroffen. 84% davon waren älter als 5 Jahre. 
Generell verlaufen die Krankheiten bei Kindern normalerweise mild. Christoph Berger, Professor an der Kinderklinik Zürich fasste im Journal der Schweizer Kinderärzte die Situation wie folgt zusammen: "Das Risiko, nach einem Zeckenstich schwer an FSME zu erkranken existiert, ist aber sehr gering."
Das liegt vor allem daran, dass die FSME bei Kindern normalerweise nur als FSM auftritt. Kinder erkranken meist nicht an einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), sondern "nur" an Meningitis. Die Patienten zeigen in dieser Krankheitsphase Fieber über 38°C, eine starke Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens sowie Kopfschmerzen, Erbrechen und Nackensteifigkeit.
Dass die FSME bei Erwachsenen eine schlechtere Prognose hat, liegt daran, dass die Entzündung von den Hirnhäuten häufiger auf das Gehirn über greift. Das Risiko, das sich die FSM zu einer FSME entwickelt, steigt von 5% bei Kindern auf bis zu 60% bei älteren Menschen an.

Eine ähnliche Einschätzung des Risikos für Kinder liefert eine Studie, die in der Steiermark durchgeführt wurde, jenem Bundesland, das mit Abstand die meisten FSME Opfer in Österreich zählt. Von 1981 bis 2005 wurden dort 116 Fälle von FSME bei Kindern im Alter unter 16 Jahren gezählt. In der Mehrzahl verlief die Krankheit mild. Insgesamt waren nur bei sechs Kindern Aufenthalte in der Intensivstation notwendig. Bei fünf dieser Kinder heilten die Symptome vollständig aus. Nur ein einziges blieb halbseitig gelähmt. Und gerade dieses Kind war vollständig geimpft.


Fahrlässiger Umgang mit Gesundheit

Kinder haben also ein sehr geringes Risiko, einen bleibenden Schaden davon zu tragen und davor bietet auch die Impfung keinen vollständigen Schutz. Bei Erwachsene kann der Verlauf schwerer sein. Insofern wäre es für eine informierte Entscheidungsfindung wichtig, das Risiko zu kennen, das von der FSME Impfung selbst aus geht. 
Dafür wäre es beispielsweise interessant, wenn eine Studie über einen ausreichenden Zeitraum den Gesundheitszustand FSME-geimpfter Personen mit ungeimpften Personen verglichen hätte. Doch Fehlanzeige. So eine Studie wurde bisher noch nie durchgeführt. 
Für die Zulassung genügte es stets, wenn die Impfstoff-Hersteller den Behörden nachwiesen, dass der Antikörper Titer gegen die FSME-Viren nach der Impfung über einen bestimmten Grenzwert anstieg und während der kurzen Beobachtungszeit nach der Impfung keine übermäßigen Nebenwirkungen auftraten. 
Die Behörden waren dabei stets extrem entgegenkommend. Als im Jahr 2000 die Rezeptur des österreichischen Impfstoffes geändert wurde, lagen nicht mal die banalsten Sicherheits-Studien vor. Als dann die Impfung hohes Fieber auslöste und beinahe ein Drittel der erstmals geimpften Kinder klinisch behandelt werden musste, war das Erstaunen groß. Das Paul Ehrlich Institut war damals über die "Lässigkeit" der Herstellerfirma so verärgert, dass in Deutschland ein Jahr lang gar kein FSME Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren zugelassen wurde. 
In Österreich waren die Behörden deutlich cooler und verzichteten auch im nächsten Jahr auf eine Studie zur Erfassung der Nebenwirkungen im Zeitraum nach der Impfung. Stattdessen gab es ein Überwachungssystem, bei dem eine Reihe von Ärzten als Alarmposten fungierten, die Bescheid geben sollten, falls sich die Nebenwirkungen wieder häufen. Die ersten Impflinge waren demnach die Versuchskaninchen. So verliefen die "Sicherheitsprüfungen made in Austria".
Wie lange reicht eine Impfung bis zur nächsten Auffrischung?

Drei, fünf oder zehn Jahre?

Lange galt die Regel, dass die FSME-Impfung alle drei Jahre aufzufrischen ist - und zumindest in Österreich hielten sich drei Viertel der Bevölkerung daran. Keine andere Impfung, die selbst zu bezahlen ist, erreicht derartige Rekord-Impfquoten. Unterstützt von der jährlich zum Frühlingsbeginn startenden Impfwerbung, die meist auf ungehemmte Angstmache setzte, strömten die Menschen zu den Impfärzten.
Dass auch ein Abstand von fünf Jahren ausreichen könnte, oder - wie in der Schweiz empfohlen - gar ein Jahrzehnt, das gefiel den Herstellerfirmen wenig. 
Und so mussten die Impfexperten einspringen, um dem entgegenzusteuern.

Beispielsweise die „internationale wissenschaftliche Arbeitsgruppe zur FSME“, in der sich einige Dutzend FSME-Experten versammelt haben. Geleitet wird die Gruppe von der Wiener Medizinerin Ursula Kunze, die zusätzlich im Vorstand der „Österreichischen Liga für Präventivmedizin“ sitzt. Diese Gruppe zählt zum Dunstkreis des „Österreichischen Grünen Kreuzes“, einer von den Impfstoff-Herstellern gegründeten Interessensvertretung. Es ist in Österreich seit vielen Jahren üblich, dass die führenden „unabhängigen“ Impfexperten gleich auch als Vorstände im Industrie-nahen Verein fungieren.
Diese "wissenschaftliche Arbeitsgruppe zur FSME", die eher einem Lobbyisten-Club ähnelt, wurde vor bald 20 Jahren gegründet und trifft sich jährlich zu Konferenzen.
Eine dieser Jahrestreffen widmete sich den geeigneten Impfabständen und dem FSME-Risiko von Menschen über 50 Jahren. Sie seien gesünder, wohlhabender, pflegen einen aktiveren Lebensstil, heißt es im Arbeitspapier - und seien deshalb - wir haben es geahnt - natürlich auch öfter in den Zeckengegenden unterwegs. Wer sich nun eine Übersicht erwartet hätte zum Nutzen-Schadens-Potenzial der Impfung wird enttäuscht. Der Bericht liefert stattdessen die allgemeine Aussage, dass das Immunsystem älterer Menschen nicht mehr so leistungsfähig ist und es deshalb unbedingt nötig sei, die FSME-Impfung keinesfalls später als alle drei Jahre - "besser noch in einem kürzeren Intervall" - auffrischen zu lassen. An der Impfung selbst liege es keinesfalls, dass die Wirkung bei älteren Menschen nachlässt, denn "die Schutzwirkung liegt über 97% - ohne signifikante Unterschiede zwischen den Altersgruppen." 
Solche Erfolgsraten liefern sonst nur Wahlen in Militärdiktaturen. 


Titertest vor der FSME-Auffrischung?

Eine Bekannte hat kürzlich überlegt, sich gegen FSME auffrischen zu lassen. Davor machte sie jedoch einen Test, ob sie noch genügend Antikörper im Blut hatte. Der Test fiel positiv aus. Zwölf Jahre nach der letzten Impfung hatte sie noch immer so viele Antikörper, dass sie deutlich über dem Grenzwert lag. Dennoch warnte sie der Hausarzt, dass dieses Resultat wenig zuverlässig sei und nichts über einen tatsächlichen Schutz aussagt. Dasselbe stand dann auch noch im schriftlichen Befund des Labors inklusive der Empfehlung, besser im Fünfjahres-Rhythmus weiter zu impfen.
Sie war deshalb einigermaßen ratlos und fragte mich, was das soll: "Wie kommt ein Labor dazu, seine eigenen Messresultate durch eine solche Empfehlung in Zweifel zu ziehen, immerhin weisen doch Antikörper per Definition den Schutz nach?"

Die Argumentation zeigt tatsächlich, auf welch dünnem Eis sich das gesicherte Wissen beim Thema Impfen befindet. Die Höhe des Titers, heißt es von Seiten der Impf-Experten, sei kein Beleg für einen konkreten Schutz. Gleichzeitig beruht genau auf diesem Antikörper-Titer aber der Nachweis, dass die Impfung wirkt. Damit ein Impfstoff zugelassen wurde, genügte stets der Nachweis, dass die Geimpften einen ausreichenden Antikörper-Titer erreichen. Es handelt sich um einen so genannten Surrogat-Parameter. Also einen indirekten Beleg. Beruht der Impfschutz demnach auf einem Irrtum?
Tatsächlich gibt es keine Studien zum FSME-Impfstoff, in denen die Krankheitsvermeidung eindeutig bewiesen wurde. Beispielsweise indem gezeigt wurde, dass Geimpfte ein geringeres FSME-Risiko haben. Zwar gibt es Hinweise - etwa den Rückgang der FSME-Fälle im Vergleich zur Vorimpf-Zeit. Doch auch dies könnte irreführend sein, weil Krankheiten immer wieder Schwankungen unterliegen. (Siehe dazu meinen Artikel "Zecken ziehen nach Westen")
Aber möglicherweise geht die Initiative gegen den Titertest ja auch bloß von den Impfstoff-Herstellern aus, die befürchten, dass immer mehr Leute die Impfungen deshalb verschieben.



Verursacht die Impfung Rheuma, Hashimoto, Diabetes oder MS?

Immer wieder erreichen mich Anfragen von Menschen, die nach der FSME-Impfung schwer erkrankt sind. Die Rede ist von Multipler Sklerose, Rheumatoider Arthritis, Hashimoto und anderen Autoimmunerkrankungen. 
Erst heute vormittag kam die Mail eines jungen Mannes, der beim Bundesheer im Alter von 18 Jahren eine Doppelimpfung erhalten hatte: linker Oberarm Hepatitis, rechter FSME. Nach dem zweiten Impftermin erkrankte er an einer Art Sommergrippe mit hohem Fieber. Er veranlasste einen Titertest und die Antikörper-Werte waren derart in die Höhe geschossen, dass sein Arzt meinte, es seien keine weiteren Impfungen mehr notwendig.
Schrittweise traten dann jedoch während der nächsten Monate Symptome auf, die sich schließlich als Diabetes Typ 1 entpuppten: Sein ultra-aggressives Immunsystem hatte die Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Seither muss er Insulin spritzen und ständig seine Blutzucker-Werte messen.
Der junge Mann stellt jetzt mir die Frage, ob die Impfungen der Auslöser seines Gesundheitsschadens sein können. Und ich kann nur antworten: Diese Frage ist nicht untersucht.

Es ist wirklich ein haarsträubendes Ärgernis. Die Impfstoff-Hersteller verdienen seit Jahrzehnten gutes Geld mit dem Verkauf ihrer Impfstoffe. Überall im Land wird mit Hilfe der Behörden für die Impfung Werbung gemacht.
Doch dass unsere hoch bezahlten Beamten eine einzige zuverlässige Überprüfung der Sicherheit der Impfung beauftragt – oder selbst durchgeführt – hätten: Fehlanzeige!

Weder gibt es diese Studien noch gibt es eine nachfolgende gute Kontrolle auf mögliche Nebenwirkungen der Impfstoffe. Meist denken weder die Geimpften noch die Ärzte an einen möglichen Zusammenhang. Und wenn die Patienten doch einen Verdacht hegen und ihre Ärzte fragen, ob eine bestimmte Nebenwirkung von der Impfung stammen könnte, so lautet die Antwort im Normalfall "Nein! Sicher nicht." Ich kenne zahlreiche Fälle, wo schwer geschädigte Patienten bei jedem Arzt, der ihnen im Lauf ihrer Krankengeschichte begegnete, den zeitlichen Zusammenhang zur Impfung erwähnten - und kein einziger fühlte sich bemüßigt, der gesetzlich vorgeschriebenen Meldepflicht dieser möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkung nachzukommen. 

Das ist einer der zahlreichen Absurditäten im Impfwesen: Niemand meldet einen möglichen Impfschaden - und anschließend verkünden die Behörden, es gebe keine. 

Das Paul Ehrlich Institut geht in seiner Risikoberechnung zur FSME-Impfung beispielsweise von einem einzigen gesicherten Impfschaden aus. 66 weitere gemeldete Schadensfälle werden als „wahrscheinlich“ beurteilt. Daraus errechnete die Behörde ein Gesamtrisiko von 1,5 Schadensfällen pro 1 Million Impfungen. 

Da es die Behörden im gesamten deutschsprachigen Raum nicht für notwendig empfunden haben, ein Impfregister einzuführen, bei dem Impfungen mit nachfolgenden Krankheitsfällen verknüpft werden können, ist es auch rechnerisch gar nicht möglich, die Folgen der Impfungen empirisch zu untersuchen. Es gibt keine Evidenz.
Und eigenständige unabhängige Untersuchungen der Behörden gibt es schon gar nicht. 

Am Beispiel der FSME-Impfung lässt sich kurz zusammenfassen, dass alle möglichen Risiken ausschließlich die Geimpften zu tragen haben, während die Gewinne in die Kassen der Impfstoff-Hersteller fließen. Die spendieren einen Teil ihrer Profite den Impfexperten, die daraufhin brav Auftragsstudien abliefern, die den Wert der Impfung über den grünen Klee loben. Die Behörden wiederum machen es sich einfach, indem sie die Aussagen der Experten für bare Münze nehmen, die Impfungen loben und sie weiter kräftig bewerben.

Meine Antwort an den jungen Diabetiker lautet deshalb: Ja! Es ist durchaus möglich, dass die Impfungen Ihre Autoimmunerkrankung ausgelöst haben. Es gibt keine brauchbaren Belege für die Sicherheit der FSME-Impfung. Und solange dieser skandalöse Zustand aufrecht ist, kann niemand sagen, dass der Nutzen der Impfung den möglichen Schaden übertrifft.


Wenn Ihnen der Artikel interessant und wichtig erscheint, würde
ich mich über einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen. 

Bert Ehgartner steht auch für Vorträge, Filmvorführungen, etc. zur Verfügung. 
Nähere Informationen finden Sie auf dieser Seite

1 Kommentar:

  1. Die Arbeitsgruppe von Liese Gern (Universität Neuchâtel, Schweiz) hat über einige Jahre knapp 10.000 Zecken gesammelt und auf FSME-Viren untersucht. Die Zecken stammten aus Regionen, die als "FSME-Risikogebiete" definiert waren. Bei der Analyse von mehr als 6.000 Zecken auf virale RNA wurden die Wissenschaftler bei 6 Zecken fündig. Dies würde also die oben zitierte "Faustregel" bestätigen, dass einer von 1000 Zecken mit den Viren infiziert ist. (Journal Med Entomol. 2012 Jan;49(1):156-64)

    Ganz andere, deutlich höhere Virus-Belastungen fand eine ältere Arbeit, die 2006 von Mitarbeitern des Friedrich Löffler Instituts in Jena publiziert wurde. (Int J Med Microbiol. 2006 May;296 Suppl 40:63-8)
    Die Analyse bezog sich auf 561 Zecken, die in Arztpraxen entfernt worden waren, die also bereits am Menschen gesaugt hatten. Dabei erwiesen sich 8,8% der Zecken als Virus-posititv. Am meisten verbreitet waren die FSME-Viren in den bayrischen Bezirken Regen (20,6% der Zecken) und Freyung-Grafenau (18,3% der Zecken).
    Bei der Analyse von wildlebenden Zecken, die in denselben Gebieten gesammelt wurden, waren hingegen nur 0,5 bis 2 Prozent positiv.
    Seltsamerweise fanden die Zecken-Experten auch keinerlei Korrelation zwischen dem Nachweis der Viren und dem Auftreten der Krankheit. Im Bezirk Regen traten nicht mehr FSME-Fälle auf als in Regionen mit deutlich weniger FSME-infizierten Zecken.

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